V. Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn.
A. Der Himmel und Erde gemacht hat.
V. Das ist ein köstlich Ding, dem HErrn danken
und lobsingen Deinem Namen, Du Höchster.
A. Des Morgens Deine Gnade
und des Nachts Deine Wahrheit verkündigen.
V. Lobe den HErrn, meine Seele,
und alles was in mir ist, Seinen heiligen Namen.
A. Lobe den HErrn, meine Seele,
und vergiss nicht, was Er dir Gutes getan hat.
V. Der dir alle deine Sünden vergibt
und heilet alle deine Gebrechen.
A. Der dein Leben von Verderben erlöset
und dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit.
V. Wir danken Dir, Gott unseres Heils;
wir bekennen Dich als den Heiland und Wohltäter unserer Seelen:
A. Denn Du hast uns aufgerichtet von unserem Lager
und zusammengebracht zur Anbetung Deines heiligen Namens.Amen.
Es ist dem menschlichen Herzen eigen, immer und überall zu sagen, "Der Herr hat die Erde verlassen." "Der Herr sieht uns nicht." Diese Äußerung des Menschen ist in jeder Beziehung sehr böse. Es ist für einen Heiden böse, so zu sprechen, denn Gott zeigt Seine Gegenwart in der Schöpfung und in der Vorsehung. Noch böser ist es für den Juden im Bund mit Gott, so zu sprechen, denn das Symbol von Gottes Gegenwart war im Tempel und der Bericht Seines beständigen Wirkens war in der Schrift zu finden. Noch viel übler, wenn Getaufte im Bund mit Christus so sprechen. Denn sie haben das wirkliche Leben Christi in sich und in ihnen wohnt der Heilige Geist, die dritte Person der heiligen Dreieinigkeit. Das Vorrecht und die Pflicht, die auf uns liegen, ist, Gott zu fürchten.
O, daß der Herr uns immer vor Augen wäre! Daß uns immer bewußt wäre: "Du, Herr, siehst mich." Daß wir immer zittern möchten vor Seinem Wort und uns fürchten, im Gegensatz dazu zu denken oder zu handeln. Durch diese Übung wird nicht nur Heiligkeit und Reinheit die Freude unserer Seele sein, auch Leid wird unsere Seele erfüllen, und wir werden seufzen und zu Gott rufen wegen der schrecklichen Bosheit, die davon kommt, daß die Christen handeln, als hätte Gott die Erde verlassen und sähe nicht.
Text: Rinckart, Martin (1586-1649)
Melodie: Crüger, Johann (1598-1662)
Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut an uns und allen Enden,
der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an
unzählig viel zugut und noch jetztund getan.
Der ewig reiche Gott woll uns in unserm Leben
ein immer fröhlich Herz und seinen Frieden geben
und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort
und uns aus aller Not erlösen hier und dort!
Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne
und dem, der beiden gleich im höchsten Himmelsthrone,
dem dreimaleinen Gott, als der ursprünglich war
und ist und bleiben wird jetzund und immerdar!
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Lasset uns beten.
HErr Gott, barmherziger Vater, der Du uns geliebet hast in Deinem Sohne, der für uns Mensch geworden und am Kreuz gestorben ist, auch auferstanden, ja sich zu Deiner Rechten gesetzt hat, für uns zu bitten; wir preisen Dich, dass Du um Seinetwillen uns für und für Deine Güte leuchten lässest.
Denn Du hast uns abermals behütet und erquickt in der vergangenen Nacht; Du hast unsere Seelen erleuchtet durch den Glauben und reichst uns wiederum dar die Wohltaten dieses Lebens und die Hoffnung des zukünftigen.
Gewähre uns, Dir zu dienen in Gerechtigkeit, indem wir unser Kreuz auf uns nehmen in Geduld und Freudigkeit und Deinem Sohne nachfolgen, wohin Er uns führet.
Stärke uns in allen Pflichten unseres Berufes, segne und fördere uns in unserem Tagewerk.
Lass uns ans Ende desselben gelangen ohne Sünde und unversehrt an Seele, Leib und Gut, und gib uns allewege ein zufriedenes und dankbares Herz.
O Gott, lass auch heute Deine Gnade walten über alle, die Dich fürchten; erbarme Dich aller, die in Finsternis und Schatten des Todes sitzen oder Deine heiligen Wege verlassen.
Ergreife sie mit Deiner ewigen Liebe und gib ihnen wahrhaftige Buße.
Baue ohne Unterlass Deine heilige Kirche durch Deine Diener und Boten; mache die Zahl Deiner Auserwählten voll, und lass kommen den Tag Deiner Herrlichkeit.
Stärke Du Deine Ordnung in der Welt, in Staat, Schulen und Familien, und halte die Säulen der Erde fest; dämpfe die Gottlosen und lass sie nicht Gewalt haben über Dein Erbteil.
Hilf uns aus allen unseren Nöten und Fährlichkeiten, so wie wir auf Dich gehofft, um Jesu Christi willen.
Amen.
Mit mit besonderen Dank, Bitten und Führbitten.
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.Amen.
Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen
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Die Andachtstexte stammen aus den kurzen Morgenansprachen des Engels W. Pitcairn, die dieser in der Kirche zu Edinburg gehalten hat. W. Pitcairn war 1835 Engel der Gemeinde in Perth (Schottland), ab 29.10.1841 Engel der Gemeinde in Edinburgh (bis 1891); Hirte mit dem Apostel in der Schweiz und als einer der 24 Engel am 14.7.1835 in der Zentralgemeinde bei der Aussonderung der Apostel zugegen.