Jesus aber antwortete ihm: Das höchste Gebot ist das: "Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften". Das andre ist dies: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". Es ist kein anderes Gebot größer als diese. (Markus 12, 29-31)
Ein Glaubensbekenntnis, auch Credo (von lat. „ich glaube“) ist eine auf die wesentlichsten Punkte zusammengefasste Glaubenslehre.
Ein Glaubensbekenntnis hat verschiedene Funktionen:
Im Christentum sind das Apostolische Glaubensbekenntnis und das Nicäno-Konstantinopolitanum die beiden wichtigsten Glaubensbekenntnisse, die von fast allen christlichen Traditionen akzeptiert werden, wobei das Apostolische Glaubensbekenntnis nur in der westlichen Tradition verwendet wird und hier häufiger ist, das Nicäno-Konstantinopolitanum (oft auch Glaubensbekenntnis von Nicäa genannt) dagegen auch in der östlichen Kirche (dort als einziges Glaubensbekenntnis) verwendet wird.
Älter, aber weniger verbreitet sind das Altrömische Glaubensbekenntnis als Vorläufer des Apostolischen Glaubensbekenntnisses und das Bekenntnis von Nica als Grundlage des Nicäno-Constantinopolitanums.
Grundlegend für die Lehre der Trinität war das Athanasianische Glaubenbekenntnis, das heute neben Apostolicum und Nicaeno-Constantinopolitaneum zu den drei grundlegenden Bekenntnissen gehört.
Daneben gibt es noch Bekenntnisse verschiedener Konfessionen, z.B. das Zweite Helvetische Bekenntnis und den Heidelberger Katechismus der Reformierten, die Westminster Confession der Puritaner.
Der Islam kennt als Glaubensbekenntnis die Schahada, deren Kernsatz auf deutsch in etwa heißt: Es gibt keinen Gott außer Allah. Muhammad ist der Gesandte Allahs.
Das ausdrückliche Bekennen des eigenen Glaubens vor Gott und der volkhaften Gemeinde ist im Judentum seit seinen Anfängen zentral.
Das „Schma Jisrael“ (Höre, Israel) wurde zum wichtigsten Glaubensbekenntnis dieses Volkes, das seine Existenz den Befreiungstaten Jahwes in der Geschichte verdankt:
„Höre, Israel, Jahwe ist unser Gott, Jahwe allein! Und Du sollst Jahwe, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all Deiner Kraft.“ (5. Mose 6, 4-5).
(Die obigen Ausführungen basieren auf dem Artikel
Glaubensbekenntnis
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Aus der Sicht der Apostel bedürfen zwar die drei altkirchlichen Symbole Apostolikurn, Nicäno-Konstantipolitanum und Athanasianum der Interpretation, sie sind aber Inbegriff katholischer (= ökumenischer) Kirchenlehre. Ihre Anerkennung sollte als Voraussetzung für das geistliche Amt verbindlich sein.
Auch neue Bekenntnisse hätten ihre Berechtigung. Diese müssten aber den Notwendigkeiten der jeweiligen (kirchen-) geschichtlichen Situation entsprechen. Man sollte aber, um dem Ziel der Überwindung der Kirchenspaltung näherzukommen, darauf verzichtet diese Bekenntnisse, über die drei altkirchlichen Symbole hinaus, als letztverbindlich und ihre Anerkennung als unabdingbar hinzustellen.
Die Apostel verzichteten wegen dem vorgenannten Grund auf ein (neues) eigenständiges Glaubensbekenntnis für die Kirche, bzw. für die Katholisch-apostolisch Gemeinden.
Die Urform aller neutestamentlichen Glaubensbekenntnisse lautet:
Jesus (Christus) ist Herr (Jahwe)!.
Eines der ältesten christlichen Zusammenfassungen der christlichen Glaubenslehre findet sich bei Paulus im ersten Korintherbrief 15,3ff:
„Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf.“
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