Das junge Christentum hat sich an der jüdischen Festtradition orientiert. Die wichtigen Ereignisse aus dem Leben Jesu und der frühen Christenheit wurden nach und nach in den Kalender eingeordnet:
Pfingsten – Ausgießung des Heiligen Geistes und
Entstehung der Kirche (am jüdischen Wochenfest)Karfreitag und Ostern – Kreuzigung und Auferstehung
(am jüdischen Passafest)Weihnachten – die Geburt Jesu
(wie das jüdische Lichterfest an der Wintersonnwende)
Den katholisch liturgischen Kalender können sie bei salesianer.de und den evangelisch liturgischen Kalender bei daskirchenjahr.de berechnen.
Überstrahlt werden alle Feste vom Sonntag, dem ersten Tag der Woche, an dem Jesus auferstanden ist. Daher wurde im Christentum vom Sabbat (Samstag), dem jüdischen Ruhetag, auf den Sonntag übergegangen. Schon bald wurde jeder Sonntag verbunden mit einem Ereignis aus dem Leben Jesu. Das Kirchenjahr entstand.
Das Kirchenjahr beginnt mit dem ersten Sonntag im Advent. Die vier Sonntage im Advent unterbrechen die vorweihnachtliche Fastenzeit. Am Heiligen Abend (24. 12.) beginnen die Feiern zum Weihnachtsfest (25. 12.); der weihnachtliche Festkreis setzt sich fort bis zum Epiphanias-Fest (06. 01.).
Der Ostertermin ist variabel; die sieben Wochen vor Ostern sind die zweite lange Fastenzeit des Kirchenjahres. Gründonnerstag erinnert an die Einsetzung des Abendmahls. Am Karfreitag wurde Jesus gekreuzigt, am Ostersonntag feiern wir seine Auferstehung.
Der Himmelfahrtstag wird 40 Tage nach Ostern gefeiert,
das Pfingstfest (Ausgießung des Heiligen Geistes) 50 Tage nach Ostern.
Die Berechnung des Kirchenjahrs hängt von der Berechnung von Ostern ab. Das christliche Osterfest wiederum ist aus dem jüdischen Passahfest abgeleitet, das am ersten Frühlingsvollmond beginnt. Dieser Tag kann offensichtlich auf einen beliebigen Wochentag fallen, Ostern beginnt dagegen definitionsgemäß am einem Sonntag. Ursprünglich war die Festlegung des Ostertermins sehr uneinheitlich geregelt in den verschiedenen christlichen Gemeinden.
Erst im 1.Konzil von Nicäa im Jahre 325 n.Chr. einigte man sich auf die Formel, dass Ostern auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fällt. Der erste Frühlingsvollmond ist dabei der erste Vollmond, der am Tag der Frühjahrstagundnachtgleiche oder danach stattfindet. So ist Ostern zwischen dem 22. März und dem 25. April.
Die Berechnung des Kirchenjahrs hängt von der Berechnung von Ostern ab. Das christliche Osterfest wiederum ist aus dem jüdischen Passahfest abgeleitet, das am ersten Frühlingsvollmond beginnt. Dieser Tag kann offensichtlich auf einen beliebigen Wochentag fallen, Ostern beginnt dagegen definitionsgemäß am einem Sonntag. Ursprünglich war die Festlegung des Ostertermins sehr uneinheitlich geregelt in den verschiedenen christlichen Gemeinden.
Erst im 1.Konzil von Nicäa im Jahre 325 n.Chr. einigte man sich auf die Formel, dass Ostern auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fällt. Der erste Frühlingsvollmond ist dabei der erste Vollmond, der am Tag der Frühjahrstagundnachtgleiche oder danach stattfindet. So ist Ostern zwischen dem 22. März und dem 25. April.
Die anderen beweglichen Feste hängen meist von Ostern ab (in Klammern die Verschiebung an Tagen gegenüber dem Ostersonntag):
- Aschermittwoch (-46),
- Karfreitag (-2),
- Christi Himmelfahrt (+39),
- Pfingsten (+49),
- Fronleichnam (+60),
- Herz-Jesu-Freitag (+68).
Der Muttertag ist der zweite Sonntag im Mai, das Erntedankfest
der erste Sonntag im Oktober (jedoch nicht überall!). Der 1. Advent ist
der Sonntag nach dem 26. November; der Buß- und Bettag liegt 11 Tage vor
dem 1. Advent.
In der orthodoxen Kirche wird am julianischen Kalender festgehalten.
Daher findet der 21. März (im 20. und 21. Jahrhundert) 13 Tage später
statt als im gregorianischen Kalender. (Übrigens war das Zusammenlegen
des "liturgischen" mit dem "astronomischen" Frühlingsbeginn
einer der Hauptgründe für die Einführung des gregorianischen
Kalenders). Daher findet das orthodoxe Osterfest manchmal eine Mondphase später
statt. Außerdem berechnet die orthodoxe Kirche das Osterdatum nach einer
bereits in der Antike festgelegten Rechenvorschrift, eben dem oben beschriebenen
Metonischen Zyklus. Die Länge des 19-jährigen Mondzyklus wurde damals
um ca. 2 Stunden zu lang angenommen, was sich im Laufe von 17 Jahrhunderten
zu einigen Tagen addiert hat. Dies ist ein weiterer Effekt, der dazu führen
kann, dass das orthodoxe Osterfest eine Woche oder im Extremfall, wenn er sich
mit dem obigen Effekt addiert (z. B. 2005), fünf Wochen später stattfindet
als das lateinische. Von diesem letzteren Effekt ist übrigens auch der
Jüdische Kalender betroffen.
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