Im Jahre 1835 verfaßten die Apostel nach dem Lichte der Prophetie ein Zeugnis
an die Bischöfe von England (Dokument a-0005), welches mit folgender Anrede
beginnt:
"To His Grace The Archbishop of Canterbury, Primate Of All England, And Metropolltan; And The Other The Archbishops; And Bishops Of The United Church Of England And Ireland".
Dabei schrieb
jeder Apostel nieder, was er über die kirchliche und politische Situation
in England zu sagen hatte. Diese Aufzeichnungen wurden dann von dem Pfeiler
der Apostel, J. B. Cardale, zu einem Ganzen verarbeitet. Am Anfang des Jahres
1836 wurde die Denkschrift durch den zweitberufenen Apostel Henry Drummond (in
Begleitung eines weiteren Apostels) den englischen Bischöfen überreicht.
Weiterhin erhielt durch einen Befehl des Geistes einer der Apostel den Auftrag,
ein besonderes Zeugnis über den Zustand des englischen Volkes und das von
Christus in England begonnene Werk niederzuschreiben und es dem König von
England sowie den Gliedern des Geheimen Rates (Privy Council) zu übergeben.
Bei A.
Weber (Die katholisch-apostolischen Gemeinden) lesen wir: „Das Dokument
beginnt mit den Worten „The handwriting of God is upon the wall...“
und ist von Sp. Perceval unterschrieben. Ludwig Albrecht irrt daher wahrscheinlich,
wenn er als Verfasser H. Drummond annimmt. Auch C.W. Boase nennt Sp. Perceval
als Verfasser:“ Dem König William IV. wurde die Denkschrift in einer
besonderen Audienz durch zwei der Apostel persönlich überreicht. Der
König muß von der Ihm zuteil gewordenen Botschaft positiv bewegt
worden sein, da er in der Folgezeit die Verbreitung der Botschaft der Apostel
förderte.
Noch
im Jahre 1836 begannen die Apostel, ihre große Zeugnisschrift „Testimonium“
zu verfassen. Für diese Botschaft lieferten ebenso wie für die Botschaft
an die Bischöfe der Kirche von England die einzelnen Apostel ihre Beiträge,
die dann von J. B. Cardale zu einem Ganzen verarbeitet wurden.
Diese Denkschrift stellt eine Zusammenfassung und Erweiterung der ersten zwei Zeugnisse dar, die nur für England bestimmt waren; die Denkschrift wurde in Englischer, lateinischer, französischer und deutscher Sprache ausgearbeitet. Ludwig Albrecht nennt die Denkschrift das wohl „wichtigste Schriftstück, das seit dem Abschluß des Neuen Testamentes in der Kirche hervorgetreten ist“. Auch der evangelische Kirchenrat Dr. Kurt Hutten (Seher Grübler Enthusiasten) nennt das „Testimonium“ eine „ernste und würdige Schrift“.
Nach Fr. V. Woodhouse wurde den Aposteln gezeigt. daß Christus verhandeln wolle „mit den Häuptern durch die Häupter“; und obwohl das Zeugnis ergehe an ein ungetreues und von Gottes Wegen abgewichenes Volk und an Regenten, welche die ihnen anvertraute Macht mißbraucht hätten, so wolle Christus doch nicht an seinen eigenen Ordnungen vorbeigehen.

Gemäß Anweisung des Geistes sollte das Zeugnis zuerst drei besonderen Häuptern der Christenheit überreicht werden:
Das Zeugnis der Apostel wurde im Juli 1838 durch den zweitberufenen Apostel Drummond, je in Begleitung des Apostels für Italien (Sp. Perceval) und für Österreich (Fr. V. Woodhouse), dem aus England gebürtigen Kardinal Acton für den Papst Gregor XVI. und im September Prinz Metternich für den Kaiser Ferdinand von Österreich überreicht.

Nach Ludwig Albrecht ist zwar H. Drummond nach Paris gereist, um dort das Zeugnis zu überreichen, aber wegen einer Hoftrauer habe er nicht empfangen werden können. Es ist nach Albrecht, der sich auf handschriftliche Bemerkungen Woodhouse stützt, fraglich, ob das Zeugnis in Paris je überreicht wurde.
Weitere Fürsten und Kirchenhäupter empfingen das Zeugnis, besonders die, in deren Gebieten seit dem Jahre 1848 die Aufrichtung der Gemeinden begann. Von Friedrich Wilhelm IV., dem König von Preußen, wird berichtet, er haben den Inhalt des apostolischen Zeugnisses geprüft und wiederholt erwogen.
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