Der Protestantismus ist die Geburtshelferin dieses Werkes gewesen, das Kind aber ist katholisch, und es ging ein Katholisches Werk aus jenem Teil der Kirche hervor, wo die Bibel ein geöffnetes Buch ist.
Die Engländerin Jane Leade, die 1704 im Alter von 81 Jahren starb, hat bereits mit allem Ernst auf die Wiederkunft Christi hingewiesen. Ludwig Albrecht führt in seinen Vorträgen über „Das Apostolische Werk des Endes“, die im Jahre 1924 als Schrift erschienen sind, folgendes aus:
„Jane Leade ist eine merkwürdige Frau, die voller Sehnsucht nach dem Kommen des Herrn und der Vollendung seiner Kirche war. Ja sie hat schon vor 250 Jahren bis ins Einzelne vorausgeschaut, was Gott in unsern Tagen für seine Kirche getan hat. In ihren Büchern, die im Britischen Museum zu London aufbewahrt werden, spricht sie davon: Gott werde von England aus ein Werk der Rettung für seine ganze Kirche tun. Er werde die Gaben des Geistes wiedererwecken und abermals Apostel senden, um durch sie die Kirche zu reinigen, den rechten Gottesdienst und die ursprünglichen Ordnungen des Leibes Christi wiederherstellen und durch die Handauflegung der Apostel die Gabe des Heiligen Geistes mitzuteilen. Sie redet nicht nur von den 24 Ältesten, die von des Lammes Thron herabkommen würden, um alle, die in der Stille des Glaubens wandelten, zu leiten und mit Kraft zu erfüllen; sondern sie weist auch sogar auf die Aussendung der Siebzig hin, die der Herr durch seinen Geist für ein geistliches Regiment tüchtig machen wolle.“
Der große
Philosoph war ein fleißiger Erforscher der Prophetie. Er sagt, dass die
Bücher Daniels und der Offenbarung nicht verstanden werden würden
bis zur Zeit des Endes. Er sagt voraus, dass der großen Schar, die aus
der großen Trübsal kommt, eine Predigt des Evangeliums vor der großen
Trübsal und dem Falle Babylons zu Teil werden müsse. Newton stellt
fest, dass alle Völker das Evangelium und den christlichen Glauben verdorben
haben. Er weist darauf hin, dass in der Bibel ein großer Umsturz vorher
gesagt wird, dass aber erst dann, wenn es geschieht, die Zeit gekommen sein
würde, wo man die Vorhersage der Propheten verstehen wird. Aber, so schreibt
er, wenn der in Gottes Wort beschriebene Umsturz, der von allen Propheten vorher
gesagt worden ist, eintrifft, wird dies Ereignis den Blick der Menschen plötzlich
eine andere Richtung geben, so dass sie anfangen werden, die Vorhersagungen
in einer anderen Weise zu betrachten und sie deutlich erklären werden.
Schließlich sagt er, dass Gott diese Verborgenheiten bald offenbaren wird
und dass bei dem Herannahen der Zeit des Endes eine Schar von Menschen erweckt
werden wird, die den Weissagungen alle Aufmerksamkeit widmen und sich für
deren buchstäbliche Auslegung trotz vieler Proteste und vielen Widerstandes
einsetzen wird.
Theologe und
Konsistorialrat in Stuttgart, bekundet die Überzeugung, daß 1836
das Tausendjährige Reich beginnen oder doch in der Kirche eine merkliche
Veränderung vorgehen werde.
(Pseudonym
Juan Josafat Ben Ezra) in Santiago de Chile (Südamerika) geboren und 1767
mit der Auflösung des Ordens von dort vertrieben, schreibt in Italien in
lateinischer Sprache unter dem Pseudonym „Juan Josafat Ben-Ezra“
ein Buch mit dem Titel „La Venida del Mesias en Gloria y Majestad“,
dessen Manuskript 21 Jahre lang als wertvolles Werk schützend im Karmeliterkloster
in Cadiz aufbewahrt wurde. Als dieses Buch, Ende 1812 in Spanien gedruckt, der
kirchlichen Obrigkeit bekannt ward, wurde es (1814) von der Inquisition unterdrückt.
Die vierbändige Ausgabe kam 1816 durch einen südamerikanischen Diplomaten
nach London, wurde 1827 von Edward Irving übersetzt und unter dem Titel
„The Coming of Messiah in Glory and Majesty“ (Das Kommen des Messias
in Herrlichkeit und Majestät) veröffentlicht.
Schriftsteller
und Arzt, Professor der National-Ökonomie (+ 1817) schreibt in seinem Werk
„Grauer Mann“, daß jetzt die elfte Stunde sei, in welcher
der Herr die letzten Arbeiter in Seinen Weinberg sendet. Er schreibt ferner,
daß die große Französische Revolution von 1789 der Anfang des
Endes der christlichen Gnadenhaushaltung sein werde.
In Paris erscheint in zwei Bänden ein Werk unter dem Titel „Exposition des predictions et promesses, faites à l’êglise pour les derniers temps de la gentilité“, verfaßt von Pater Lambert (Pseudonym), einem röm.-kath. Mönch. Es wurde 1818 von J. A. Kanne mit dem Titel „Die Weissagungen und Verheißungen, der Kirche Jesu Christi auf die letzten Zeiten der Heiden gegeben“, ins Deutsche übersetzt und in Nürnberg verlegt. Darin schreibt der Verfasser von etwas „Besonderem“, das der Herr tun müsse angesichts der bevorstehenden Zeit des Antichristen, der Trübsal und des Gerichtes; denn nie sei ein Volk ungewarnt ins Gericht gekommen, stets habe Gott vorher einen Weg der Errettung kundgetan.
Abhandlungen über die biblische und prophetische Zeitrechnung, vornehmlich die über „die Siegel und Posaunen“, 1812.
„Gesamtüberblick der Weissagungen (combined view of the prophecies)“ 1814, ein besonders einflussreiches und namentlich für die Würdigung der Struktur der Apokalypse wirklich vortreffliches Werk.
Er
reiste 1816 durch die Steppen Russlands. Dort empfing er Eindrücke bezüglich
des kommenden Reiches des Messias. Später erschienen seine bekannten „Briefe
des Basiliscus" (Lewis Way), die Aufmerksamkeit erregten.
Way, ein Mann von ansehnlicher und unabhängiger Stellung, war auch ein praktisch tätiger und erfolgreicher Förderer des kommenden Reiches des HErrn; er widmete sein Leben und großes Vermögen ganz dieser Verkündigung, bei welcher er besonders auch die Wiederherstellung Israels ins Auge gefasst hatte. Das Protokoll, das die Diplomaten des Aachener Kongresses zu gunsten der Juden unterzeichneten, war durch seine unermüdlichen Anstrengungen bei den damaligen britischen und auswärtigen Staatsmännern zustande gebracht worden.
aus London (England), später ein Teilnehmer der Albury-Konferenzen und dann einer der „Sieben Propheten“, veröffentlicht im Biblischen Magazine in London ein Werk von 347 Seiten „Messiah’s Kingdom and the Second Advent“ (Das Königreich des Messias und das zweite Kommen).
Reverend,
Geistlicher der anglikanischen Kirche, gibt ein Traktat heraus: „Hints
for a General unison for prayer for the outpouring of the Holy Spirit“,
das in vier Jahren in England, Schottland und Irland eine Gesamtauflage von
322.000 Exemplaren erreichte. Im Jahre 1821 folgte eine Broschüre unter
dem Titel: „Thoughts on the Importance of special Prayer for the general
outpouring of the Holy Spirit“ (Gedanken über die Wichtigkeit besonderer
Gebete um eine allgemeine Ausgießung des Heiligen Geistes), die eine Auflage
von 89.000 Stück hatte.
Am 1. Juni 1826 versammelten sich auf Einladung des Herrn Lewis Way sieben Herren in London, Bernerstr. 21. Diese Versammlung reihte sich später in die sogenannten Albury-Konferenzen (im November 1826) ein. Die Hoffnung auf die Wiederkunft des Herrn war vom frühesten Anfang an der Magnet, der alle anzog und zusammenhielt.
Der Protestantismus ist die Geburtshelferin dieses Werkes gewesen, das Kind aber ist katholisch, und es ging ein Katholisches Werk aus jenem Teil der Kirche hervor, wo die Bibel ein geöffnetes Buch ist.
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